Rückengesunder Arbeitsplatz

Rückengesunder Arbeitsplatz Foto: Ana Blazic Pavlovic/fotolia.com/akz-oRückengesunder Arbeitsplatz Foto: Ana Blazic Pavlovic/fotolia.com/akz-o

(akz-o) Rund 18 Millionen Deutsche arbeiten im Büro, die meisten am Computer. Wer viel am Schreibtisch sitzt, sich zu wenig bewegt, kennt dieses Übel irgendwann: Der Rücken schmerzt, Nacken und Schulterpartien sind verspannt. Die richtige Ausstattung kann diesen Beschwerden vorbeugen. „Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, ihren Mitarbeitern einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen und die Nutzung entsprechend zu erklären“, sagt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).

Doch wie sieht ein solcher Arbeitsplatz aus?

Ein Arbeitsraum muss ausreichend Platz bieten. Bürostühle sollten eine Sitzhöhe von mindestens 42 Zentimeter aufweisen und ergonomisch sein. „Etwa 60 Prozent der Oberschenkel sollen durch den ergonomischen Bürostuhl unterstützt werden“, sagt Morris. Tische und Tastaturen müssen DIN-Normen erfüllen, der Abstand zwischen Bildschirm und Augen sollte mindestens einen halben Meter betragen.

„Mitarbeiter, die unter Rückenproblemen leiden oder aufgrund von einem Bandscheibenvorfall oder ähnlichem bereits ausgefallen sind, sollten mit der Personalabteilung des Arbeitgebers und mit ihrem behandelnden Arzt unbedingt klären, was möglicherweise von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung als Leistung beantragt werden könnte. Beispielsweise einen höhenverstellbaren Tisch.“

Öfter mal aufstehen

Arbeitnehmer können auch selbst viel dafür tun, trotz langer Tage im Büro gesund zu bleiben. „Das beste Mittel gegen Rückenschmerzen ist es, ihnen aktiv vorzubeugen“, sagt Nadezda Pampalova, ärztliche Beraterin der UPD. Am Schreibtisch bedeutet dies, rückengerecht und nach ergonomischen Kriterien zu arbeiten: Aufrecht und im rechten Winkel sitzen, zwischendurch die Körperhaltung wechseln, die Beine mal ausstrecken, das Gewicht verlagern.

Sitzphasen sollten durch Bewegung regelmäßig unterbrochen werden − die Empfehlung lautet alle 20 bis 30 Minuten. „Zum Beispiel mal im Stehen telefonieren, zur Besprechung in den nächsten Stock die Treppe nehmen statt den Fahrstuhl“, sagt Pampalova. Die Faustregel von Arbeitsmedizinern lautet: 50 Prozent sitzen, 25 Prozent stehen, 25 Prozent bewegen.

Sie haben Fragen zum Thema Rückenschmerzen? Sie benötigen Unterstützung bei der Beantragung von Hilfsmitteln, die Ihren Arbeitsalltag erleichtern? Eine neutrale telefonische Beratung gibt es bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 011 77 22. Montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr. Infos: www.patientenberatung.de

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Beitragsbild: Ana Blazic Pavlovic/fotolia.com/akz-o

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